Garmin Edge 130 Plus ausprobiert

Im Juni kam der neue Radcomputer Garmin Edge 130 Plus und Garmin bleibt sich auch bei diesem Zwerg treu!

Garmin Edge 130 Plus mit GPS

Beim ersten Einschalten wird nach der Verbindung zum Handy gefragt, dass heißt, erstmal die Connect App installieren und die ist unbestreitbar nicht schlecht. In Garmin Connect werden nicht nur die Aktivitäten gespeichert, sondern neben Gesundheitsdaten und auch alle Garmin Geräte verwaltet. Die Verteilung der Leistungen an Strava und andere Dienste erfolgt über diese Plattform.

Es dauert ein wenig, bis das 33 Gramm Leichtgewicht sich mit der App verbindet. Danach können die Datenseiten am Gerät mit den Tasten konfiguriert werden. Das ist fummelig und wäre über eine App einfacher, doch Garmin-User kennen das nicht anders. Für verschiedene Aktivitäten kann man so verschiedene Seiten zusammenstellen. Die Anzahl der Daten pro Seite reicht von einem bis acht Felder.

Navigation

Auf der Seite Climb sieht man, sofern vorher eine Route ausgewählt wurde, wie schwer oder leicht der kommende Streckenabschnitt wird. Das dabei nur zwei Datenfelder individuell vorgegeben werden können, ist hier keine Einschränkung, denn die Distanz zum Ziel und die Gradzahl wird automatisch gezeigt.

Wo es hingeht wird nur als Linie mit einem Pfeil dargestellt Die Navigationsfunktion ist spärlich und die Darstellung besteht nur aus einer einzigen Linie, die den Verlauf der Strecke zeigt. Eng nebeneinanderliegenden Abbiegemöglichkeiten werden damit zum Ratespiel. Bei so einem kleinen Gerät muss man eben Abstriche machen. Zoomen ist dennoch möglich, auch wenn das auf dem Edge 130 Plus ohne eine echte Karte keinen Sinn macht.

Schwerer wiegt, dass Strecken noch immer nur über dem Umweg der Garmin Connection App übertragen werden können. Die Synchronisation mit Strava Routen ist zwar mit der Garmineigenen IQ Connect App möglich, nur leider ist dieses AddOn nicht für den kleinen 130. So bleibt die altertümliche Vorgehensweise: Die Strecke von Strava, Komoot etc als GPX exportieren und entweder per USB oder die Garmin App überspielen. Bei einer Korrektur der Route muss diese Datei erneut aufs Gerät kopiert werden.

Ausgestattet ist der Edge 130 Plus jetzt neu mit der Climb Pro-Funktion, die Anstiege der Route mit Höhen- und Neigungsprofil zeigt. So weiß man, was noch vor einem liegt. Die verschiedenen Steigungen werden unterschiedlich straffiert darstellt.

12 Stunden Akkuzeit

Auf dem Karton ist die Akkuzeit mit 12 Stunden angegeben. Nach dem zweitem vollständigem Aufladen läuft der kleine Edge ohne Verbindung zu Sensoren tatsächlich sogar über 12 Stunden.

Wie bei allen Edge Geräten fehlt die Smart Notifications nicht. SMS, WhatsApp und E-Mails, sind damit am kleinen Display zu sehen – wenn das Smartphone verbunden ist. Doch wer brauchts? Und will ich beim Radfahren über die Top News "Mit Corona infizierte Familie landet in Hamburg" wirklich informiert werden? Diejenigen, die eine sehr wichtige Mitteilung senden müssen, wissen: SMS geht immer.



Mit dem neuen Edge 130 Plus zielt Garmin unverkennbar auch auf Mountainbiker ab. Die Produktseite im Garmin Shop zeigt nämlich dominant das MTB Feature: Analyse von Sprungmetriken und Flow-Werte. Auch die Unfallmeldung gibt es beim Edge 130 Plus gleich mitgeliefert. Sobald ein Sturz erkannt wird, sendet das Edge über das Smartphone, wenn es verbunden ist, eine SMS mit Standort an vorher definierte Kontakte. Weil das bei abruptem Abbremsen schon mal zu einem Fehlalarm führt, bleiben einige Sekunden Zeit, die Meldung abzubrechen.

Garmin bleibt sich auch beim Edge 130 Plus treu

Einfache Bedienung während der Aktivität, bei den Grundeinstellungen aber seit Jahren keinen Zentimeter Bewegung. Das ist weiterhin umständlich und schon lange nicht mehr zeitgemäß. Zu kaufen gibt es das Edge 130 Plus im Web für 174 Euro, als Bundle mit Brustgurt für 218 Euro und das MTB-Bundle mit Silikonhülle, Fernbedienung und Speedsensor kostet gerade 250 Euro.

Der Edge 130 Plus ist gut für alle, die nicht mehr als eine simple Darstellung der Daten während der Radfahrt und nur rudimentäre Navigation benötigen.

Test und technik

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