Abus GameChanger 2.0, der noch schnellere Rennradhelm im Test

Noch schneller und bessere Belüftung, das war die Ansage von Abus zum neuen GameChanger 2.0.

Aerohelme waren früher eher nur bei TT-Fahrern zu sehen. Heute gehören die schnittigeren Helme mit weniger Öffnungen zum Straßenbild - wenn auch nicht in so lustigen Formen wie unlängst beim Team Visma gesehen.

Der Abus GameChanger 2.0 Test und Vergleich zum alten GameChanger

Auch beim GameChanger 2.0 hat Abus wieder nicht auf Wörter wie Aero Blad, AirBoost, Forced Air Cooling Technology, ActiCage, Zoom Pro, Eyewear Port, Ponytail Kompatibilität verzichtet. Wie fühlt sich der neue Aerohelm von Abus aber in Wirklichkeit an?

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Abus hat auf jeden Fall den GameChanger Style beibehalten. Es gibt den Aerohelm in 12 Farben und in 4 Farben mit MIPS. Großen Augenmerkt haben wir auf die Belüftung gelegt. Das war beim ersten GameChanger schon kein Dealbreaker, denn auf geraden Strecken war die Ventilation wirklich gut. Besser geht aber immer.

Am auffälligsten sind die Veränderungen an der Seitenlinie des Radhelms. Der neue GameChanger 2.0 verzichtet auf die große Öffnung an der Seite. Stattdessen gibt es einen breiten Durchlass an der Frontseite. Der Schlitz an der hinteren Seite ist geblieben, der oben dafür schmaler. Das Heck des Gamechanger 2.0 ist sichtbar tiefer gezogen, was ein 11 % (Angabe Abus) längeres Aeroprofil schafft. So wird der Luftstrom nochmal optimiert, wenn der Kopf gesenkt ist. Insgesamt soll die beste Perfomance beim Tempo zwischen 46 und 52km/h liegen.

Abus Gamechanger Test

Beim neuen GameChanger 2.0 spürt man auch im Real Life, dass mehr Luft einströmt, die den Kopf kühlt. Durch senken oder heben des Kopf kann die Ventilation erhöht werden. Das geht natürlich ein wenig zu lasten des Luftwiderstand, jedoch nicht so stark, dass man daraus ein Manko machen muss. An der Vorherseite ist aus der leicht runden Kante jetzt eine schön gerade geworden, sodass die Rennradbrille gut abschließt. Die Brille kann übrigens, rein gefühlt, einfacher vorne eingesteckt werden. Sie an der Rückseite reinzuschrieben ohnehin nicht die erste Wahl, weil zu umständlich.

Abus spricht davon, dass 32 % mehr Luft in den Helm strömt als beim Vorgänger. Mit den neuen Lufteinlässen an der Vorderseite wird auch die Schweißbildung an der Stirn - und damit das runtertopfen - verringert. Dazu kommt eine Überarbeitete Rückseite. 20 % mehr Luft soll dadurch aus dem Helm nach Außen durchgeleitet werden. Wie Venturi-Düsen saugt der Helm vorne an und drückt Luft nach hinten raus.

Einfach Zusammengefasst bedeuten die Neuerungen mehr Aerodynamik, mehr Ventilation und der Fahrer kann durch Verändern der Kopfposition den Luftdurchlass und die Aerodynamic simpel steuern.

 

Abus GameChanger GameChanger 2.0 Vergleich

Der Tragekomfort ist während der vierstündigen Testfahrt am Ufer der Weser nicht anderes, als beim Vorgängermodell. Das muss auch nichts verändert werden, denn das war beim alten GameChanger schon perfekt. Die 5 Gramm weniger Gewicht machen keinen wirklichen Unterschied. Der Kinnriemen ist unverändert, genau wie der Verschluss. Ebenso ist die Polsterung im Inlay wie gewohnt. Da drückt nichts.

Thema Sicherheit: Den Abus Helm GameChanger habe ich vor einigen Jahren schon im praktischen Falltest auf Asphalt getestet. Der Helm ist gebrochen und hat seine Aufgabe perfekt erfüllt. Ob der mit MIPS oder ohne, die Helme von Abus sind natürlich zertifiziert. Für eine Stoßabsorption sorgt der Multi Shell In Mold und eine integrierte Strukturverstärkung ist für optimale Stabilität da. In den GameChanger 2.0 kann auch der Quin Sensor eingesetzt werden, der bei einem Sturz Kontakte übers Handy informiert. 

Für 249,95 Euro gibt es den GameChanger 2.0 in 12 Farben und drei Größen. Mit MIPS kostet der Aerohelm 50 Euro mehr, beides UVP. Der ist dann in vier Farben zu haben und wiegt 10 Gramm mehr.

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Die GameChanger Story

Die riesige Anzahl an Modellen in jeweils zig Farben ist bei dem Deutschen Hersteller Abus tradition. Die GameChanger-Serie gibt es in mehreren Varianten: TT, als Triathlon-Version und jetzt den GameChanger 2.0. 

2017 kam der erste GameChanger auf den Kopf der Radsportler, unter anderem auf die vom World Team Movistar. Mathieu van der Poels waren beim darauffolgenden Markterfolg des Rennradhelms sicher nicht hinderlich, selbst wenn da der Canyon-Schriftzug draufgeklebt ist.

Bei Abus ist zu lesen, dass die Profis auch bei der Weiterentwicklung des Helms mitgewirkt haben. Diese Aussage ist heute Usus und in jeder Produktstory zu lesen. Insgesamt hat Abus wohl drei Jahre in die Entwicklung gesteckt.

Dazu kommt natürlich, dass ein neuer GameChanger nicht nur bei der Belüftung sondern auch einer Weiterentwicklung der Aerodynamik punkten muss. Formen können problemlos im Windkanal getestet werden, doch auch Tragekomfort und Gewicht sind wichtige Kriterien. Dieses Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Nutzbarkeit zu finden, ist nicht leicht. Nicht zuletzt muss der Helm auch gut aussehen, denn niemand will auf der Straße aussehen wie ein Karnevalswagen.

Abus hat es mit dem GameChanger 2.0 auf jeden Fall hinbekommen Aerodynamik, Gewicht Tragekomfort mit einer guten Belüftung zu verbinden. Für die wirklich heißen Tage in den Alpen gibt es den Abus AirBreaker.

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Kaufempfehlung?

Hat Abus mit der neuen Version des GameChanger einen besseren Helm auf den Markt gebracht? Eindeutig ja. Bei unserem Test auf Mallorca haben wir beim ersten Gamechanger noch über die Belüftung geschrieben. Da hat Abus eindeutig nachgebessert. Dazu gibt es eine aerodynamische Optimierung, die mit einem breiteren Heck erreicht wurde. Einzug das extrem fette Abus-Logo bleibt als optischer Kritikpunkt.

Also, gib es für den Abus Aerohelm GameChanger 2.0 eine Kaufempfehlung? Auf jeden Fall ein großes Ja!

PS: Warum Helme nach spätestens 5 Jahren nicht mehr gefahren werden sollten, steht hier.

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