B&W Bike Guard Curv Fahrradkoffer im Test

Ein wirklich leichter Fahrradkoffer, der trotzdem sehr robust ist.

Der Fahrradkoffer von B&W ist wirklich sehr leicht und hat in unserem Test das Carbon-Rennrad einwandfrei geschützt.

Ein großer Karton, für einen großen Koffer. Beim Öffnen der oberen Seite blickte ich wie erwartet auf eine Plasiktüte und ich erahnte schon, dass gleich wieder jede Schraube in PVC eingepackt ist. Doch das war hier mal anders, sehr positiv. Zubehör war nicht nur in Pappschachteln verstaut, sondern die waren auch noch mit dem Hinhalt bedruckt. So wurde mir die Sucherei nach den passenden Teilen erspart. Clever. Mit im Paket waren neben den beiden Schalen und den robust aussehenden Spanngurte mit Klemmschlössern zwei Taschen für Laufräder. Die sind allerdings ungepolstert, möglicherweise braucht es das auch nicht, um Gewicht zu sparen. Mit dabei sind drei Lagen Schaumstoff, einer für unten, eine zwischen Rad und Laufräder und oben drauf. Dazu, und das fand ich gut, drei dreieckige Taschen, die sich gut in die Zwischenräume packen lassen und eine längliche Tasche.

Selbst bei der Transportverpackung hat B&W nachhaltig gedacht: Kein unnötiger Plastikmüll

Bei der Suche nach einem neuen Radkoffer habe ich natürlich auch das Montagevideo von B&W auf Youtube gesehen. Ich war ein wenig nervös, weil wenn es für das Zusammenbauen ein eigenens Video gibt, muss die Montage des Bike Guard Curv wohl kompliziert sein. Dem war aber nicht so und in 10 Minuten waren alle Schrauben drin.

Auch das Schaltwerk ist gut stabilisiert

Das Packen des Rad ist ein Hexenwerk. Unten kommt die erste Lage Schaumstoff, dann das Rad. Mit den im Koffer integrierten Gurten lässt sich das Rad gut befestigen. Für das Kettenblatt ist ein Formteil dabei. Schaltauge abmontieren oder nicht? Dafür hat B&W sich was einfallen lasse: Eine Art Schal wird um die Kettenstrebe gewickelt, das Schaltwerk nach vorne gedrückt und mit einem Klettband befestigt. Anschließend wird die Kette zusammengelegt und mit eingewickelt. Ob das so gut ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Taschen rein, zweiter Schaumstoffeinlage drauf und dann die Laufräder. Oben drauf kommt dann der dritte Schaumstoff. Ein Video, wie der Radkoffer gepackt werden kann, gibt es auf dem Youtube-Kanal von B&W auch.

Der Koffer wiegt laut B&W 8,2 kg. Mit meinem Rad, dem wichtigsten Werkzeug, Radklamotten und ein paar T-Shirts, kurze Hosen, Badeschlappen, Riegel usw komme ich auf 30 kg. Weil ich meinen Helm, Schuhe, zwei Radhosen und Trikos, Pedale usw. in meinen Giant Rucksack (passend als Bordgepäck) verstaut habe, benötige ich keinen weiteren Koffer. Duschzeugs, Sonnencreme etc kaufen ich ohnehin immer vor Ort.

Die beiden Schalen lassen sich, entgegen einiger Testberichte im Web, relativ einfach zusammenlegen – wenn man darauf achtet, dass die obere und untere Schale richtig ineinander gesteckt wird. Gewalt ist nämlich auch hier keine Lösung! Dann nur noch zwei kleine Gurte mit Klett verschließen und die beiden langen um den Koffer legen. Die sind auch bereits am Koffer befestigt, sodass alles immer am richtige Platz sitzt. Mit zwei großen Klemmschlössern ist der Bike Guard Curv fest verschlossen. Hier sind übrigens zwei Löcher drin, damit zusätzlich mit einem kleinen Schloss gesichert werden kann.

Mit zwei Griffen kann der Koffer gut ins Auto und aufs Kofferband gehoben werden

Mit einem gepolsteren Griff am Rand und den vier wirklich leicht laufenden Rollen lässt sich der Koffer schieben oder ziehen. Zwei Rollen sind um 360 Grad drehbar. An der oberen und unteren Schale ist jeweils ein weiterer Griff. Das ist erstmal praktisch, weil der Radkoffer so gut ins Auto und Kofferband gehoben werden kann – nur beim Einladen am Flugzeug hat keiner Zeit danach zu suchen, wo der Koffer angepackt werden sollte. Ich kann mir vorstellen, dass er irgendwo gegriffen und dann schon mal mit Wucht befördert wird oder auch mal aus der Hand rutscht. Wären die Griffe rot statt schwarz, würden sie sich vom Blau der Spanngurte sofort sichtbarer abheben.

 

Hardcase mit 8,2 kg hat seinen Preis

Bei Bike Discount gibt es den Bike Guard Curv für 579,- plus 9,95 Versand, bei Fahrrad.de für 505,- und BOC24 bleibt beim UVP 799,- Euro. Auf Amazon bietet B&W den Radkoffer direkt an, für 808,- Euro plus 49,99 Euro Versand.

Hot or Not?

Der Radkoffer ist leicht, im Lieferumfang ist alles wichtige dabei und der Bike Guard Curv rollt gut. Außerdem lässt er sich durch die klug angebrachten Griffe gut ins Auto und vom Gepäckband hieven. Dass die Griffe nicht auf Anhieb erkennbar sind, ist ein kleines Manko, welches die Qualität und Funktionalität nicht beeinflusst. Nur eins hat mir nicht gefallen. Der Radkoffer lässt sich am Rand leicht eindrücken. Ein paar mehr Gegenstücke von innen wären nicht verkehrt. Wem weniger Gepäck, ein leicht zu packenden und einfach zu transportierender Radkoffer ein paar Euro wert ist, wird mit dem B&W Bike Guard Curv auf jeden Fall viel freue haben.

Test und technik

1 Kommentar

Doktor No

Guter Tipp. Für den jetzigen Preis kauft das Teil aber niemand mehr.

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