Smartbike oder Smarttrainer

Willst du nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht auf deinen Workout verzichten? Oder an Regentagen und im Winter in Form bleiben? Spinning im Fitness-Studio passt aber nicht in deinen Zeitplan! Dann brauchst du eine Rolle, einen Smart Trainer oder ein Smart Bike! Welcher Indoor-Trainer genau der richtige für dich ist, erfährst du hier.

Früher war Indoor-Cycling nur was für echte Enthusiasten. Das Rennrad wurde auf eine mehr oder weniger wacklige Rolle gespannt. Um den Widerstand einzustellen, gibt es einen kleinen Hebel am Lenker, der mittels einem Drahtseil die Rolle auf der das Hinterrad auflag bremste. Indoor-Training lässt sich so für bereits 35,- Euro machen – dieser Hinweis sollte auf keinen Fall als Empfehlung von billigen, qualitativ fragwürdigen und insgesamt unsicheren Hometrainern falschverstanden werden.

Mehr Motivation bringen Smarte Trainer und Indoor-Cycling-Apps. Ob nun in einer virtuellen Welt auf Zwift oder Strecken aus echter Umgebung wie FullGaz. Erst mit dem richtigen Equipment gibt es den richtigen Ansporn. Für strukturiertes Training eigenen sich speziell die Apps Systm von Wahoo und TrainerRoad.

Smarttrainer

Smarttrainer oder auf englisch Turbo-Trainer ist die Evolution der Rolle. Dort wo früher noch das Hinterrad eingeklemmt wurde, ist bereits der Antrieb mit Kassette. Wegen der Differenz zwischen dem echten Laufrad und dem Antriebsteil am Trainer muss das Schaltwerk manchmal ein wenig justiert werden. Handtuch bereitlegen, Trinkflasche hinstellen und die App der Wahl starten (welche App uns am besten gefällt, kannst du hier lesen). In der Regel erkennt die Trainings-App den smarten Trainer ohne Probleme. Die Verbindung läuft über Bluetooth oder Ant+ mit dem Handy, Apple TV oder Tablet bzw. iPad.

Nach dem Training lassen sich die meisten Geräte zusammenklappen und verstauen. Das passiert in der Realität natürlich nur zu Beginn der Saison und so ist der oft zitierte Vorteil „Platzsparend“ kein echter Grund für eine Kaufentscheidung. Dagegen steht, dass gerade im Frühjahr und Herbst häufiger mal von der Straße nach Drinnen und umgekehrt gewechselt wird. Das Demontieren des Renners ist zwar mit wenigen Handgriffen gemacht, aufwändig ist es trotzdem. Und dann ist da noch der Faktor Haussegen, wenn das vielleicht nicht ganz saubere Fahrrad durchs Wohnzimmer gerollt wird.

 

Smartbike

Ein Smart Bike ist wie ein echtes Rennrad, nur eben für das Indoortraining. Nicht Rennradfahrer werden zuerst an Spinning oder Ergometer denken. Ein Smart Bike ist jedoch was anderes, nämlich ein echter Simulator für Radfahrer. Rennradgeometrie, Lenker, Schaltung und Einstellung verschiedener virtueller Kettenblätter und Kassetten gehören zum Standard aller guten Smart Bikes.

Der Vorgänger des Tacx Neo Bike war hier einer Urväter. Heute bringt es eine Simulation der Oberfläche mit. Das Wahoo Kickr Bike ahmt dafür Steigungen und Abwärtsfahren mit einer Neigung nach. Der große Vorteil von Smartbikes sind die vielen Einstellmöglichkeiten und so ist jede erdenkliche Geometrie machbar.

Smartbike oder Smarttrainer?

Bei einem Kompromiss verlieren immer zwei. Beim teuren Carbonrahmen im Smarttrainer fährt immer das Risiko mit eines Bruchs mit. Vor allem im Wiegetritt lasten starke Verwindungen auf der Kettenstrebe. Für alle, die ein Rad haben, dass zwar perfekt passt, aber eigentlich nicht mehr gefahren wird, ist ein Smarttrainer nicht verkehrt. Wenn es dazu ein Alurahmen hat, perfekte Voraussetzungen. Wer ausreichend Platz hat und gerade während der Midseason sein Rad nicht ständig auf den Trainer und wieder auf die Straße umbauen will, wird mit einem Smartbike die richtige Wahl treffen.

Smartbikes sind teuer

Für ambitionierte Radrennfahre lohnt sich auf jeden Fall eine schnelle Rechnung. Die zeigt nämlich, dass der Kaufpreis nicht den Unterschied macht.

Smart Trainer
1.300,- Kickr V6
1.000,- Rahmen, Schaltung, Sattel
= 2.300,-

Fazit

Die Qual der Wahl? Nicht in diesem Fall. Wer nur im Winter fährt, das Risiko eines gebrochenen Rahmen als Gerücht abtut oder einen ungenutzten Renner rumstehen hat, der wird mit einem Smarttrainer vollauf zufrieden sein. Ambitionierte Sportler sind mit einem Smartbike besser dran. Nicht zuletzt steht das Teil immer bereit. So gibt es auch an Regentagen keinen Grund eine Trainingseinheit auszulassen.

Smart Trainer
+ Leicht zu verstauen
+ Evtl. günstiger (je nach Modell und Qualität)
– Rennrad mit Carbonrahmen nicht geeignet
– Verschleißteile am Rennrad
– Muss auf- und -abgebaut werden

Smart Bike
+ Immer bereit
+ Schnell auf individuelle Geometrie einzustellen
+ Verschiedene Schaltungen konfigurierbar
+ Genauere Werte
+ Leiser
– Benötigt Platz

Wenn du dich für ein Smartbike interessierst, dann lies hier alles zum Stages Smartbike SB20.

Test und technik

2 Kommentare

Andreas

Habe den Wechsel vom Smartzrainer Tacx neo 2t zu Tacx neobike vollzogen. Kann ich nur empfehlen

Nicole

Danke für die ausführliche Beratung. Ich bin mit dem empfohlenen Wahoo Kickr und der App Wahoo System bisher sehr zufrieden.

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